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 Betreff des Beitrags: Beschreiben, ohne zu beschreiben
Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Mär 2016 19:10 
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General of the Army
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Vorneweg möchte ich in Hinsicht auf diesen Bereich gerne klar stellen, dass sämtliche hier geposteten oder noch zu erwartenden Tipps niemals der "Wahre Weg" oder die einzig zwingende Möglichkeit sein können, oder gar wollen, sondern dass diese Tipps nur jeweils eine Möglichkeit von vielen sind, eine Aufgabe anzugehen. Hier will keiner Irgendwen bevormunden. Diese Tipps sollen lediglich Hobby-Autoren als Denkanstoß dienen, die vielleicht noch nicht so viel geschrieben haben und gerne von den Erfahrungen anderer FF-Autoren profitieren möchten. Ob und was am Ende ein FF-Autor für sich mitnimmt das liegt ganz an ihm oder ihr. Ebenfalls erwähnen möchte ich dabei, dass sich viele der Tipps eher auf umfangreiche Projekte beziehen, als auf Kurzgeschichten, obwohl sie auch dort weitgehend anwendbar sind.

Ein Problem, mit dem viele Autoren zu kämpfen haben, sind die Beschreibungen der Szene.
Nicht nur das WAS ist dabei schwierig, sondern auch das WIE.

Man kennt das:
- Es war ein schöner, sonniger Tag. Der Himmel war wolkenlos. Die Luft war herrlich warm...

Das liest sich etwa so spektakulär, wie eine Excel-Tabelle
Ein Trick ist: Man lässt den Leser durch den Protagonisten die Umwelt erleben.

- Jan blickte hinauf zu dem herrlich blauen, beinahe wolkenlosen Himmel, an dem er nur vereinzelte Vögel erkennen konnte. Er beschattete mit der Hand seine Augen und blickte nach Osten über das Meer, wobei er die salzige Brise auf seiner Haut spürte, die vom Wasser her landeinwärts wehte...

Auch in actionreichen Szenen geht so etwas - nur springt man hier gerne von Figur zu Figur. Ein knappes Beispiel aus "Die Einhörner von Sarn-Scaraan":

- Oras rannte schnell zu Careya, die mitreißend hilflos auf dem hohen Metalltisch lag. Hastig schnallte er Careya los, und nahm die Ohnmächtige vorsichtig auf seine Arme. Aus den Augenwinkeln sah er Thargan in´s Zeltinnere stürmen und auf einen Vlooran schießen, der in einem der anderen Nebenräume gelauert hatte.
Thargan blickte sich kurz sichernd um und ergriff dann Careyas Kleidung.
Fast im selben Moment kehrte Thurgyrr in den Hauptraum zurück. In seinen Händen hielt das Wesen die Energiewaffe, welche die Vlooran dem Mädchen abgenommen hatten.
Schnell verließen sie das Zelt und wandten sich, auf Thargans Anweisung hin, nach Links. Gerade in dem Moment, als sie die vlooranschen Lastwagen erreichten, kam Careya wieder zu sich. Oras stellte sie fast übervorsichtig auf die Füße.
“Ich weiß, wie man diese Dinger steuert”, rief sie den Anderen zu, nachdem sie sich kurz orientiert hatte. Schnell schlüpfte sie in das Hemd, dass sich Oras vom Leib gerissen und ihr umgelegt hatte. Für mehr blieb im Moment keine Zeit, denn hinter ihnen war fast das gesamte Lager auf den Beinen, um sie unschädlich zu machen.
“Dann fährst du auch!” rief Thargan ihr über den entstehenden Tumult hinweg zu und kletterte auf den Beifahrersitz. Glücklicherweise waren die Türen des Führerhauses nicht verriegelt, aber wer rechnete auch damit, dass Jemand eines dieser Vehikel, mitten aus einem Vlooranlager stehlen würde? Die Vlooran offensichtlich nicht...

Ihr merkt den Unterschied.
Der Trick heißt: Beschreiben, ohne zu beschreiben. (Natürlich kommt man hin und wieder nicht ganz darum herum - aber doch öfter, als man glaubt)
Versetzt euch einfach in die Szene und lasst dann eure Figuren ihre Umwelt erleben, indem ihr schreibt was sie hören, sehen, riechen, fühlen und schmecken. Und das ist es eigentlich schon.

Wie bei allen anderen Tipps: Man kann auch hier übersteuern. "Show-don´t-tell" ist ein probates Mittel, aber eben nicht in jedem Moment einer Geschichte. Wer dieses Stilmittel anwenden kann, der setzt es nicht massig sondern ganz gezielt ein. Das TELL ist an einer Geschichte nämlich auch nicht ganz unwichtig, noch sollte es vollkommen eliminiert werden...

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